Beschuldigte · Verteidigung für Beamte

Als Beamter eines Sexualdelikts beschuldigt

Vorwürfe sexueller Übergriffe treffen Beamte mit existenzbedrohender Härte. Die Dienstpflichten werden verletzt, disziplinarrechtliche Verfahren laufen parallel, und die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis droht. Ich verteidige Sie mit straf- und disziplinarrechtlicher Expertise.

  • Entfernung aus dem Dienst droht – Ich schütze Ihr Beamtenverhältnis
  • Disziplinarverfahren parallel – Strategische Führung beider Verfahren
  • Versorgungsansprüche gefährdet – Ich sichere Ihre Altersversorgung

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Mann in Hemd und Krawatte schreibt an seinem Schreibtisch

Ausgangslage

Ihre besondere Situation

Als Beamter befinden Sie sich in einer besonders prekären Lage. Der Vorwurf eines Sexualdelikts ist nicht nur strafrechtlich relevant, sondern stellt einen schweren Verstoß gegen die Dienstpflichten dar.

Die Dienstherren (Bund, Länder, Kommunen) reagieren oft schneller und härter als private Arbeitgeber, weil von Beamten ein besonderes Maß an Integrität erwartet wird. Parallel zum Strafverfahren läuft ein Disziplinarverfahren, das nach eigenen Regeln funktioniert und Ihre gesamte Beamtenlaufbahn gefährdet.

Die schwerste disziplinarrechtliche Maßnahme – die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis – bedeutet den Verlust aller Versorgungsansprüche, einschließlich der Pension. Selbst bei Einstellung des Strafverfahrens kann das Disziplinarverfahren weiterlaufen. Hinzu kommt die öffentliche Aufmerksamkeit: Bei Beamten – besonders bei Polizisten, Lehrern oder Richtern – berichten Medien oft ausführlich, und die Vorverurteilung ist massiv.

Aus der Praxis

Typische Vorwürfe & Situationen

Was auf dem Spiel steht

Besondere Risiken für Beamte

Entfernung aus dem Beamtenverhältnis

Die schwerste disziplinarrechtliche Maßnahme ist die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis (früher: Dienstentlassung). Diese bedeutet den vollständigen Verlust des Beamtenstatus und aller Versorgungsansprüche – einschließlich der Pension, auch wenn Sie jahrzehntelang im Dienst waren. Das Ruhegehalt, auf das Sie Ihr Leben lang hingearbeitet haben, ist unwiederbringlich verloren.

Disziplinarrechtliche Sanktionen

Neben der Entfernung aus dem Dienst drohen weitere disziplinarrechtliche Maßnahmen: Kürzung der Dienstbezüge (bis zu 20% für fünf Jahre), Zurückstufung in ein niedrigeres Amt, Versetzung in ein anderes Aufgabengebiet oder Verweis. Diese Maßnahmen können Ihre Karriere dauerhaft zerstören.

Suspendierung und Einbehaltung der Bezüge

Bereits im Ermittlungsstadium kann eine vorläufige Dienstbefreiung (Suspendierung) ausgesprochen werden. In schweren Fällen werden die Dienstbezüge gekürzt oder ganz einbehalten – Sie stehen ohne Einkommen da, während das Verfahren läuft. Die finanzielle Belastung ist immens.

Verlust der Amtszulage und Beförderungsmöglichkeiten

Selbst wenn Sie nicht aus dem Dienst entfernt werden, verlieren Sie oft Amtszulagen, Leistungsprämien und Beförderungsmöglichkeiten. Ihre Laufbahn ist faktisch beendet, auch wenn Sie formal noch Beamter bleiben.

Eintrag im Führungszeugnis und berufliche Folgen

Bei einer Verurteilung wegen eines Sexualdelikts erfolgt ein Eintrag im Führungszeugnis, der Ihre dienstliche Verwendbarkeit massiv einschränkt. Bestimmte Tätigkeiten – etwa im Jugendbereich, im Schulwesen oder in sensiblen Bereichen – sind dann nicht mehr möglich.

Öffentliche Aufmerksamkeit und Medienberichterstattung

Bei Beamten – besonders bei Polizisten, Lehrern, Richtern oder Politikern – berichten Medien oft ausführlich über Vorwürfe. Die Vorverurteilung ist massiv, und der Ruf ist unwiederbringlich zerstört – selbst bei Freispruch. Die soziale Ächtung ist extrem.

Straf- & Disziplinarverfahren abgestimmt

So unterstütze ich Sie

In drei Schritten

Mein Prozess

Rechtsanwältin Anne Patsch an der Empfangstheke ihrer Kanzlei

Erfahrung

Meine Erfahrung mit Beamten

Seit über 20 Jahren verteidige ich Beamte gegen Vorwürfe im Sexualstrafrecht – Polizisten, Lehrer, Sozialarbeiter, Verwaltungsbeamte, Richter und viele andere. Ich weiß, dass die Doppelbelastung aus Straf- und Disziplinarverfahren Sie an Ihre Grenzen bringt. Ich weiß, dass Sie jahrzehntelang für Ihre Versorgungsansprüche gearbeitet haben und dass diese nun mit einem Schlag verloren gehen können.

Ich verstehe die besonderen Anforderungen an Beamte. Sie unterliegen strengeren Maßstäben als andere Arbeitnehmer – sowohl dienstlich als auch außerdienstlich. Jede Kleinigkeit kann als Dienstpflichtverletzung ausgelegt werden. Die Öffentlichkeit erwartet von Ihnen tadelloses Verhalten, und der Dienstherr reagiert oft übermäßig streng, um Reputationsschäden von der Behörde abzuwenden.

Erfolge

Ich habe zahlreiche Beamte erfolgreich verteidigt – von der Einstellung des Strafverfahrens über Freisprüche bis hin zur Abwehr von Entfernungen aus dem Dienst. Ein aktueller Erfolg: Freispruch für einen Krankenpfleger beim Landgericht Bochum nach Missbrauchsvorwurf im Berufungsverfahren. Die Verteidigungsstrategie basierte auf drei Faktoren: Reden statt Schweigen, Entkräftung der automatischen Unterstellung sexueller Absicht und aussagepsychologische Expertise. Solche Erfolge sind auch für Beamte möglich.

Als Frau verteidige ich häufig männliche Beamte gegen Vorwürfe von Kolleginnen oder Bürgerinnen. Viele Mandanten empfinden es als Vorteil, dass ich beide Perspektiven verstehe und vor Gericht glaubhaft vermitteln kann, dass Missverständnisse entstehen können, ohne dass eine sexuelle Motivation vorliegt.

Tätigkeitsschwerpunkte

Meine Dienstleistungen

Wenn Sie mit einem Vorwurf im Sexualstrafrecht konfrontiert sind, brauchen Sie eine Verteidigung, die Sie versteht und Ihre Rechte kompromisslos durchsetzt. Ich berate und verteidige Sie in allen Phasen des Verfahrens – vom Ermittlungsverfahren bis zur Revision.

FAQ · Beamte

Häufig gestellte Fragen

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Vertraulich & diskret

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