Beschuldigte · Verteidigung für Beamte
Als Beamter eines Sexualdelikts beschuldigt
Vorwürfe sexueller Übergriffe treffen Beamte mit existenzbedrohender Härte. Die Dienstpflichten werden verletzt, disziplinarrechtliche Verfahren laufen parallel, und die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis droht. Ich verteidige Sie mit straf- und disziplinarrechtlicher Expertise.
- Entfernung aus dem Dienst droht – Ich schütze Ihr Beamtenverhältnis
- Disziplinarverfahren parallel – Strategische Führung beider Verfahren
- Versorgungsansprüche gefährdet – Ich sichere Ihre Altersversorgung

Ausgangslage
Ihre besondere Situation
Als Beamter befinden Sie sich in einer besonders prekären Lage. Der Vorwurf eines Sexualdelikts ist nicht nur strafrechtlich relevant, sondern stellt einen schweren Verstoß gegen die Dienstpflichten dar.
Die Dienstherren (Bund, Länder, Kommunen) reagieren oft schneller und härter als private Arbeitgeber, weil von Beamten ein besonderes Maß an Integrität erwartet wird. Parallel zum Strafverfahren läuft ein Disziplinarverfahren, das nach eigenen Regeln funktioniert und Ihre gesamte Beamtenlaufbahn gefährdet.
Die schwerste disziplinarrechtliche Maßnahme – die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis – bedeutet den Verlust aller Versorgungsansprüche, einschließlich der Pension. Selbst bei Einstellung des Strafverfahrens kann das Disziplinarverfahren weiterlaufen. Hinzu kommt die öffentliche Aufmerksamkeit: Bei Beamten – besonders bei Polizisten, Lehrern oder Richtern – berichten Medien oft ausführlich, und die Vorverurteilung ist massiv.
Aus der Praxis
Typische Vorwürfe & Situationen
Dienststelle
Vorwurf sexueller Belästigung am Arbeitsplatz
Kolleginnen oder Kollegen werfen Ihnen vor, anzügliche Bemerkungen gemacht, unangemessene Berührungen vorgenommen oder sexuell konnotierte Witze erzählt zu haben. Solche Vorwürfe entstehen oft aus Missverständnissen, Konflikten im Team oder werden im Rahmen von Mobbing-Konstellationen instrumentalisiert.
Amtsausübung
Vorwurf sexueller Übergriffe im Rahmen der Amtsausübung
Besonders heikel sind Vorwürfe, die sich auf Ihre Amtstätigkeit beziehen – etwa bei Polizisten (Durchsuchungen, Kontrollen), Lehrern (Schüler-Lehrer-Verhältnis), Sozialarbeitern (Betreuungsverhältnis) oder Justizbeamten (Kontakt zu Bürgern). Hier wird Ihnen vorgeworfen, Ihre Amtsautorität missbraucht zu haben.
Schwerer Vorwurf
Vorwurf sexueller Nötigung oder Vergewaltigung
Schwerwiegende Vorwürfe, Sie hätten sexuelle Handlungen gegen den Willen einer Person vorgenommen – im privaten oder dienstlichen Kontext. Bei Beamten wird hier besonders die Verletzung des Vertrauens in staatliche Institutionen betont.
Digitale Ermittlungen
Vorwurf des Besitzes von Kinderpornographie
Ermittlungen wegen Besitz oder Verbreitung kinderpornographischer Inhalte – oft ausgelöst durch IP-Adressen-Zuordnungen oder Hausdurchsuchungen. Diese Vorwürfe haben für Beamte verheerende Konsequenzen, besonders wenn Sie mit Kindern und Jugendlichen arbeiten (Lehrer, Sozialarbeiter, Polizisten im Jugendbereich).
Außerdienstlich
Vorwürfe aus dem Privatbereich
Auch private Vorwürfe – etwa aus gescheiterten Beziehungen, Trennungssituationen oder nach Partys – haben für Beamte dienstliche Konsequenzen, weil auch das außerdienstliche Verhalten den Dienstpflichten unterliegt.
Ihr Fall
Ihre Situation ist nicht dabei?
Jeder Fall hat seine eigene Vorgeschichte. Schildern Sie mir vertraulich, was Ihnen vorgeworfen wird – am besten, bevor Sie mit der Polizei sprechen.
Was auf dem Spiel steht
Besondere Risiken für Beamte
Entfernung aus dem Beamtenverhältnis
Die schwerste disziplinarrechtliche Maßnahme ist die Entfernung aus dem Beamtenverhältnis (früher: Dienstentlassung). Diese bedeutet den vollständigen Verlust des Beamtenstatus und aller Versorgungsansprüche – einschließlich der Pension, auch wenn Sie jahrzehntelang im Dienst waren. Das Ruhegehalt, auf das Sie Ihr Leben lang hingearbeitet haben, ist unwiederbringlich verloren.
Disziplinarrechtliche Sanktionen
Neben der Entfernung aus dem Dienst drohen weitere disziplinarrechtliche Maßnahmen: Kürzung der Dienstbezüge (bis zu 20% für fünf Jahre), Zurückstufung in ein niedrigeres Amt, Versetzung in ein anderes Aufgabengebiet oder Verweis. Diese Maßnahmen können Ihre Karriere dauerhaft zerstören.
Suspendierung und Einbehaltung der Bezüge
Bereits im Ermittlungsstadium kann eine vorläufige Dienstbefreiung (Suspendierung) ausgesprochen werden. In schweren Fällen werden die Dienstbezüge gekürzt oder ganz einbehalten – Sie stehen ohne Einkommen da, während das Verfahren läuft. Die finanzielle Belastung ist immens.
Verlust der Amtszulage und Beförderungsmöglichkeiten
Selbst wenn Sie nicht aus dem Dienst entfernt werden, verlieren Sie oft Amtszulagen, Leistungsprämien und Beförderungsmöglichkeiten. Ihre Laufbahn ist faktisch beendet, auch wenn Sie formal noch Beamter bleiben.
Eintrag im Führungszeugnis und berufliche Folgen
Bei einer Verurteilung wegen eines Sexualdelikts erfolgt ein Eintrag im Führungszeugnis, der Ihre dienstliche Verwendbarkeit massiv einschränkt. Bestimmte Tätigkeiten – etwa im Jugendbereich, im Schulwesen oder in sensiblen Bereichen – sind dann nicht mehr möglich.
Öffentliche Aufmerksamkeit und Medienberichterstattung
Bei Beamten – besonders bei Polizisten, Lehrern, Richtern oder Politikern – berichten Medien oft ausführlich über Vorwürfe. Die Vorverurteilung ist massiv, und der Ruf ist unwiederbringlich zerstört – selbst bei Freispruch. Die soziale Ächtung ist extrem.
Straf- & Disziplinarverfahren abgestimmt
So unterstütze ich Sie
In drei Schritten
Mein Prozess
Schritt 1
Erstberatung + Strategieentwicklung
Kontaktieren Sie mich sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe – idealerweise vor jeder polizeilichen Vernehmung. In einem ausführlichen, vertraulichen Gespräch analysiere ich Ihre Situation, erläutere die strafrechtlichen und disziplinarrechtlichen Risiken und entwickle eine maßgeschneiderte Verteidigungsstrategie. Sie erfahren, welche Schritte jetzt notwendig sind und wie wir Ihr Beamtenverhältnis schützen können.
Schritt 2
Akteneinsicht und juristische Aufarbeitung
Ich beantrage sofortige Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft und beim Dienstherrn, analysiere das Belastungsmaterial und prüfe die Glaubhaftigkeit der Vorwürfe. Ich identifiziere Schwachstellen in der Anklage, prüfe Verfahrensfehler und bereite Beweisanträge vor. Bei Bedarf beauftrage ich aussagepsychologische Gutachten oder andere Sachverständige.
Schritt 3
Vertretung in allen Verfahren
Ich verteidige Sie vor den Strafgerichten und vertrete Sie im Disziplinarverfahren – koordiniert und strategisch aufeinander abgestimmt. Ich führe Widerspruchsverfahren gegen Suspendierungen oder Kürzungen der Bezüge. Mein Ziel: Einstellung des Strafverfahrens, hilfsweise Freispruch – und Erhalt Ihres Beamtenverhältnisses. Nach erfolgreicher Verteidigung besprechen wir beim Champagner, wie Sie Ihre Karriere fortsetzen können.

Erfahrung
Meine Erfahrung mit Beamten
Seit über 20 Jahren verteidige ich Beamte gegen Vorwürfe im Sexualstrafrecht – Polizisten, Lehrer, Sozialarbeiter, Verwaltungsbeamte, Richter und viele andere. Ich weiß, dass die Doppelbelastung aus Straf- und Disziplinarverfahren Sie an Ihre Grenzen bringt. Ich weiß, dass Sie jahrzehntelang für Ihre Versorgungsansprüche gearbeitet haben und dass diese nun mit einem Schlag verloren gehen können.
Ich verstehe die besonderen Anforderungen an Beamte. Sie unterliegen strengeren Maßstäben als andere Arbeitnehmer – sowohl dienstlich als auch außerdienstlich. Jede Kleinigkeit kann als Dienstpflichtverletzung ausgelegt werden. Die Öffentlichkeit erwartet von Ihnen tadelloses Verhalten, und der Dienstherr reagiert oft übermäßig streng, um Reputationsschäden von der Behörde abzuwenden.
Ich habe zahlreiche Beamte erfolgreich verteidigt – von der Einstellung des Strafverfahrens über Freisprüche bis hin zur Abwehr von Entfernungen aus dem Dienst. Ein aktueller Erfolg: Freispruch für einen Krankenpfleger beim Landgericht Bochum nach Missbrauchsvorwurf im Berufungsverfahren. Die Verteidigungsstrategie basierte auf drei Faktoren: Reden statt Schweigen, Entkräftung der automatischen Unterstellung sexueller Absicht und aussagepsychologische Expertise. Solche Erfolge sind auch für Beamte möglich.
Als Frau verteidige ich häufig männliche Beamte gegen Vorwürfe von Kolleginnen oder Bürgerinnen. Viele Mandanten empfinden es als Vorteil, dass ich beide Perspektiven verstehe und vor Gericht glaubhaft vermitteln kann, dass Missverständnisse entstehen können, ohne dass eine sexuelle Motivation vorliegt.
Tätigkeitsschwerpunkte
Meine Dienstleistungen
Wenn Sie mit einem Vorwurf im Sexualstrafrecht konfrontiert sind, brauchen Sie eine Verteidigung, die Sie versteht und Ihre Rechte kompromisslos durchsetzt. Ich berate und verteidige Sie in allen Phasen des Verfahrens – vom Ermittlungsverfahren bis zur Revision.
FAQ · Beamte
Häufig gestellte Fragen
Sie haben noch Fragen?
Die richtige Antwort ist nicht dabei? Kontaktieren Sie mich und ich berate Sie individuell zu Ihrem Fall.
Ja, das ist möglich. Das Disziplinarverfahren ist unabhängig vom Strafverfahren. Selbst bei Einstellung des Strafverfahrens kann der Dienstherr zu dem Ergebnis kommen, dass Sie Ihre Dienstpflichten schwer verletzt haben. Die Entfernung aus dem Dienst kann auch bei Verhalten ausgesprochen werden, das strafrechtlich nicht relevant ist. Deshalb ist es entscheidend, beide Verfahren strategisch zu führen.
Im Disziplinarverfahren haben Sie kein Schweigerecht wie im Strafverfahren. Sie sind zur Mitwirkung verpflichtet. Allerdings können Ihre Aussagen im Disziplinarverfahren im Strafverfahren gegen Sie verwendet werden. Hier ist äußerste Vorsicht geboten. Ich berate Sie, wie Sie diese Zwickmühle meistern können, ohne sich zu belasten.
Das hängt von der Schwere des Vorwurfs ab. Bei Sexualdelikten sprechen Dienstherren oft sofort eine vorläufige Dienstbefreiung (Suspendierung) aus. In besonders schweren Fällen werden die Bezüge gekürzt oder ganz einbehalten. Ich prüfe, ob die Suspendierung rechtmäßig ist und ob Sie Gegenwehr einlegen können.
Bei Entfernung aus dem Beamtenverhältnis verlieren Sie alle Versorgungsansprüche – einschließlich der Pension. Dies gilt rückwirkend, auch wenn Sie jahrzehntelang Beiträge geleistet haben. Sie erhalten lediglich eine geringe Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung, die Ihre Altersversorgung nicht ansatzweise abdeckt. Der finanzielle Verlust ist enorm.
Bei Beamten rate ich in den allermeisten Fällen vom Schweigen ab. Es ist entscheidend, eine alternative, plausible Erklärung für die Vorwürfe zu liefern. Allerdings muss diese Einlassung strategisch vorbereitet und auf das parallele Disziplinarverfahren abgestimmt sein. Deshalb: Erst mit mir sprechen, dann mit der Polizei.
Das hängt vom Einzelfall ab. Bei einer Suspendierung dürfen Sie nicht mehr arbeiten. Bei einer Versetzung in einen anderen Bereich können Sie eingeschränkt tätig bleiben. Ich setze mich dafür ein, dass Sie – wenn möglich – weiterhin Dienst leisten können, solange keine rechtskräftige Entscheidung vorliegt.
Strafverfahren können sich über Monate bis Jahre hinziehen. Disziplinarverfahren laufen oft parallel und ebenfalls über lange Zeiträume. Die Doppelbelastung ist enorm. Ich sorge dafür, dass beide Verfahren zügig vorankommen und Sie nicht unnötig lange in Unsicherheit bleiben.
Die Kosten richten sich nach dem Umfang der Verfahren. Ich biete individuelle Vergütungsvereinbarungen an – als Pauschalhonorar oder Stundensatz. In einem Erstgespräch erläutere ich Ihnen transparent die Kosten. Ihre gesamte Altersversorgung steht auf dem Spiel – die Kosten sollten nicht das ausschlaggebende Kriterium sein.
Vertraulich & diskret
Kontakt aufnehmen
Sie stehen vor einem Vorwurf im Sexualstrafrecht und brauchen sofortige Unterstützung? Als spezialisierte Fachanwältin für Strafrecht mit über 20 Jahren Erfahrung bin ich für Sie da.
Lassen Sie uns sprechen und gemeinsam den Weg aus dieser Krise finden.